Kolab Server Installation - Überblick
From Kolab wiki
Dieser Artikel liefert einen kurzen Überblick über die Struktur des Kolab Servers und versucht einige Hintergründe des Installationprozesses zu verdeutlichen.
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Direkter Einstieg
Administratoren, die schon wissen, auf welchem Wege sie den Kolab Server installieren wollen, finden hier einen kurzen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten inklusive der entsprechenden Links zur Dokumentation:
- Installation auf der Basis von Quellpaketen - Erlaubt den Kolab Server aus Quellpaketen eigenhändig zu kompilieren. Dies ist die Standardinstallationsvariante.
- Installation auf der Basis binärer Pakete - Eine schnelle Variante der Installation auf der Basis bereits vorkompilierter Pakete. Entsprechende Pakete stellt das Kolab-Konsortium derzeit aber nur für Debian zur Verfügung.
Weitere, experimentelle Varianten der Installation werden auf der englischen Version dieser Seite beschrieben.
Administratoren, die den Kolab Server noch nie installiert haben, seien die nachfolgenden Absätze empfohlen, um erst einmal einen allgemeinen Überblick zu erhalten.
Die Hintergründe des Installationsprozesses
Der Kolab Server besteht aus einer Kombination von mehr als einem Dutzend verschiedener Software-Pakete, die in ihrer Gesamtheit ein vollwertiges Groupware-System ergeben. Unter diesen Paketen finden sich bekannte Vertreter wie Postfix, OpenLDAP, der Cyrus IMAP Server, Apache und Spamassassin.
Diese Pakete finden sich auch bei allen verbreiteten Linux Distributionen wieder. Der Administrator könnte also erwarten, dass er den Kolab Server installieren kann, indem er diesen Set an Kern-Komponenten auf seiner bevorzugten Linux-Distribution installiert.
Das würde der Komplexität des Servers allerdings in keiner Weise gerecht. Ein komplexer Groupware-Server der sich aus einer Vielzahl an Einzelpaketen zusammensetzt, benötigt auch ein sehr komplexes System an fein auf einander abgestimmten Paketkonfigurationen.
Angenommen das Kolab Konsortium würde diesen Set an Paketkonfigurationen für eine spezifische Distribution – z.B. Debian - erstellen. Dann wäre die Konfiguration entsprechend auf die innerhalb dieser Distribution verfügbaren Paketversionen abgestimmt. Damit würde ein Administrote, wenn er den Kolab Server auf einer anderen Distribution - z.B. SuSE - installieren möchte vor einem Problem stehen: Der Set an Paketversionen wird unter SuSE ein anderer sein, als unter Debian.
Möglicherweise passt zwar die unter Debian erarbeitete Konfiguration, aber sobald der Kolab Server unter einer großen Bandbreite verschiedener Distributionen laufen soll sind die Probleme vorprogrammiert.
Anspruch der Kolab Entwickler war aber genau das: Der Kolab Server sollte nicht nur unter einer einzigen Distribution verfügbar sein. Das Problem haben die Entwickler über die spezielle Distribution OpenPKG gelöst.
OpenPKG ist selbst eine Linux Distribution die der Administrator jedoch als Distribution in einer Distribution installieren muss. Als Basisdistribution kann er dabei fast jede bekannte Linux-Distribution verwenden. Innerhalb der Basis installiert der Administrator OpenPKG in einem einzelnen Verzeichnis. Im Falle des Kolab Servers ist dies üblicherweise das Verzeichnis /kolab.
Innerhalb dieses Verzeichnisses befindet sich eine komplette Struktur eines Linux-Systems, wie es der Administrator normalerweise von dem Wurzelverzeichnis '/' gewöhnt ist.
Den eigentlichen Kolab Server installiert der Administrator dann in diesem OpenPKG-System. Da sich OpenPKG auf einer Vielzahl verschiedener Distributionen installieren lässt, erreicht das Kolab-Konsortium so das ursprüngliche Ziel den Kolab-Server für eine Vielzahl an Distributionen anbieten zu können.
Ein zweites Linux-System auf der Basis eines schon vorhandenen zu installieren mag dem einen oder anderen Administrator als etwas viel Aufwand erscheinen. Darüber hinaus zwingt ihn diese Organisation dazu sich über die Werkzeuge seiner bevorzugten Distribution hinaus auch noch mit den Administrationstools der OpenPKG Distribution zu beschäftigen.
Das sind zwar reelle Nachteile, aber für die Entweickler des Kolab Servers bietet der OpenPKG Ansatz neben der Möglichkeit den Server auf einer Vielzahl an Systemen zu installieren, einen weiteren, entscheidenden Vorteil: Die OpenPKG-Lösung bietet die Möglichkeit den Kolab Server unter klar definierten Bedingungen intensiv zu testen. Damit kann für die Benutzer eine erfolgreiche Server Installation garantiert werden. Und dieser Vorteil ist für ein komplexes Groupware-System ausschlaggebend. Keinem Administrator ist damit gedient, wenn er auf einem Produktivsystem ständig Bugs korrigieren muss.
Die OpenPKG Installation
Der Administrator sollte die Installation des OpenPKG-basierten Systems im Normalfall auf Basis der Quellpakete durchführen. Nur für Debian stellt das Kolab Konsortium derzeit vorkompilierte, binäre Pakete bereit. Weitere Installationsvarianten beschreibt die englische Version dieser Seite.
Installation auf Basis der Quellpakete
Auf Basis der Quellen zu installieren mag komplizierter klingen als es ist. Da es die größtmöglichte Flexibilität bei der Auswahl des Basissystems liefert ist es jedoch die am meisten getestete Standardmethode.
- Installation auf der Basis von Quellpaketen - Beschreibt die Installation des Kolab Servers auf Basis der Quellpakete.
Je nach verwendetem Basissystem kann es zu kleineren Schwierigkeiten beim Kompilieren kommen. Dieses Wiki bietet einen Überblick über die häufigsten Probleme und die passenden Lösungen (in Englisch):
- Distro specific Installation notes - Distributionsspezifische Hinweise für die Kolab Server Installation.
Installation auf Basis vorkompilierter Pakete
Für die Debian-Distribution stellen die Entwickler binär vorkompilierte Pakete bereit. Diese kann der Administrator verwenden, um die OpenPKG-Umgebung zeitsparend auf einem Debian-System zu installieren.
- Installation auf der Basis binärer Pakete - Eine schnelle Variante der Installation auf der Basis bereits vorkompilierter Pakete.
Der Kolab Server auf anderen Linux Distributionen
Es gibt einige noch sehr experimentelle Portierungen des Kolab Servers auf andere Distributionen. Diese Installationen verzichten auf den OpenPKG Umweg und umgeht damit die oben angesprochenen Limitierungen. Einige Administratoren empfinden die Notwendigkeit sich mit OpenPKG auseinander zu setzen als zu einschränkend und bevorzugen die entsprechende native Portierung des Kolab Servers. Der interessierte Administrator sollte dabei aber nicht außer Acht lassen, dass die Maintainer der nativen Ports bei der Portierung im Normalfall eine gute Menge der Stabilität des Kolab Servers auf OpenPKG opfern. Eine entsprechende Installation sollte also nur von Experten vorgenommen werden, die sich in der Lage befinden jeden Teilbereich des Kolab Servers auch korrekt zu debuggen. Die entsprechenden Installationsanweisungen sind nur auf Englisch verfügbar:
